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Bajajis an einem Verkehrsknotenpunkt in Dar es Salaam, Tansania

Alles was du über Bajajis in Dar es Salaam wissen musst – das ultimative Handbuch für den öffentlichen Nahverkehr

Liebt Ihr es auch auf euren Reisen die lokalen Transportmittel auszuprobieren? UnboxingTanzania findet, dass man auf diese Weise Land, Leute und Kultur am besten kennen lernt. Heute möchten wir euch das Bajaj vorstellen.

Wir geben euch wichtige Tipps für eine sichere Fahrt. Also schnallt euch an, während wir euch auf eine „Fahrt“ durch die Geschichte, den Nutzen und Sicherheitstipps für diese charmanten Dreiräder in Tansania mitnehmen. Außerdem erfährst du auch von unseren persönlichen Bajaji Erlebnissen.

Unsere ersten Fahrten

Die Fahrten mit den Dreirädern sind seit unserer Ankunft in Tansania eine besondere Alltäglichkeit. Wir finden, dass man mit dem Bajaji schnell und sicher von A nach B kommt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Fahrer riesig freuen, wenn wir uns vorstellen und oder sie auf Suaheli begrüßen.Begrüßung "Habari" /und Shikamoo). 

Der Zielort einer unserer ersten Fahrten war in Buza-Kipera. Um dahin zu kommen, muss man die geteerte Straße verlassen. Auf dem Weg haben wir uns direkt mit dem Land verbunden gefühlt. Die linke Seite des Dreirads ist normalerweise offen. Somit hat man eine gute Sicht auf das Geschehen um einen herum. Die Reisegeschwindigkeit war durch die Straßenverhältnisse gedrosselt. Somit haben wir einen guten ersten Einblick in unsere Nachbarschaft erhalten. Außerdem haben wir mitbekommen, wie zäh, ausdauernd und geländetauglich die Bajajis sind.

Eine weitere Fahrt, die uns in Erinnerung bleibt, ist der Transport unserer Matratze. Die Läden bieten keine Anlieferung der Matratze an. Somit standen wir vor dem Problem, wie wir unsere Matratze nach Hause geliefert bekommen. Dank der Dreiräder war es doch kein Problem. Die Matratze wurde kurzerhand auf dem Dach des Bajajis festgezurrt, und dazu wurden auch noch wir mit Freunden in der Rikscha befördert.

Our mattress is ready for transport
Erinnerungen - Transport unsrer Matratze mit dem Bajaji

Ihr könnt euch auch schon auf eure erste Fahrt in einem Bajaji freuen. Hier jetzt ein paar Infos und Tipps für dich.

Erkundungsfahrt „Geschichte“

Motorisierte Dreiräder haben Ihren Ursprung in Asien und sind dort in den meisten Ländern weit verbreitet. Oft bekannt unter dem Namen „TukTuk“.

Auch in Afrika gibt es die Dreiräder in mehreren Ländern. Als erstes Land auf dem afrikanischen Kontinent wurden die motorisierten Rikschas in Ägypten importiert. Seit ca. 20 Jahren sind sie auch aus Kenia und Tansania nicht mehr wegzudenken.

Bajaj ist ein Hersteller der Autorikschas mit einem großen Marktanteil. Dieser Markenname steht in Tansania allgemein für alle motorisierten Dreiräder, ganz egal von welchem Hersteller.

Siegesfahrt des Bajaji

In Dar es Salaam gibt es keinen Mangel an Bajajis. Das liegt an den vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten.

Bajaji Taxi:

Die kommerziell genutzten Dreiräder erkennst du an den weisen Nummernschildern (mehr Infos hier "Großstadtsafari" unter Fahrzuege und Nummernschilder) In Dar es Salaam findet ihr die Rikschas an jeder größeren Straßenkreuzung. Ist euch der Weg dahin zu weit, könnt ihr auch den vorbeifahrenden Dreirädern ein Handzeichen geben. Die Bajaji Fahrer warten nur darauf und halten sofort an, wenn sie nicht gerade schon Gäste befördern. Eine dritte Möglichkeit eine Bajaji Fahrt zu organisieren sind Online-Portale. Wir nutzen Bolt, aber wenn ihr einen Uber-Account habt, klappt das auch.

Bajaji Bus:

Die Dreiräder fahren innerhalb von Stadtteilen die Hauptstraße hoch und runter. Sieht der Fahrer einen möglichen Fahrgast wird kurz gehupt und auf eine Reaktion gewartet. So sammeln die Fahrer Ihre Fahrgäste ein und füllen das Dreirad bis an die Belastungsgrenze und darüber.

Spannend ist die Frage wie viele Personen mit einem Bajaji transportiert werden können. Wir haben es bis jetzt noch nicht rausgefunden und somit bleibt es ein Geheimnis. Wir sind jedes Mal erstaunt wie viele Personen aus einem Bajaji aussteigen können.

Bajaji Cargo:

Die Einheimischen haben diese Fahrzeuge auf geniale Weise umfunktioniert, um verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden, was sie im täglichen Leben unverzichtbar macht. Sie werden nicht nur als Taxis für die Beförderung von Passagieren eingesetzt, sondern auch als Mini-Lieferwagen, die alles von Lebensmitteln über Möbel bis hin zu Vieh transportieren.

Hinter dem Steuer

Wir haben einen tansanischen Führerschein aber leider berechtigt er uns nicht Dreiräder zu fahren. Um eine Fahrerlaubnis für die Rikschas zu bekommen, muss eine extra Prüfung bestanden werden.

Die Fahrer der Dreiräder sind nur in seltenen Fällen auch die Eigentümer. Ist ein Bajaji besonders gut gepflegt und sehr individuell eingerichtet, gehört es meistens dem Fahrer. In den anderen Fällen bezahlen die Fahrer dem Eigentümer eine Leasing- oder Nutzungsgebühr. In diesen Fällen müssen die Fahrer die täglich anfallende Gebühr erarbeiten. Unsere Erfahrung ist, dass diese Fahrer manchmal etwas schneller und risikofreudiger unterwegs sind.

The owners of the Bajaji will also take care of the services
Die Wartung - die Verantwortung der Eigentümer

Tipps für eine sichere Fahrt

Sicherheit sollte bei Reisen in ein fremdes Land immer oberste Priorität haben. Deshalb geben wir euch gerne Tipps, damit ihr eine sichere und angenehme Bajaji-Fahrt in Tansania genießen könnt.

  • Wir empfehlen euch eine App wie Bolt oder Uber zu verwenden. Diese Apps bieten eine zuverlässige Möglichkeit, sich mit registrierten Fahrern zu verbinden.
  • Selbst ist der Tourist. An großen Knotenpunkten und am Bahnhof werdet ihr von vielen Fahrern beworben. Leider wird das auch von Kriminellen benutzt, die dann mit euch in eine verlassene Gegend fahren und euch ausrauben könnten. Deshalb ist es besser, wenn ihr euch das Bajaji selbst aussucht. (oder halt den Uber/Bolt- registrierten Fahrer)
  • Es ist auch hilfreich Einheimische nach Empfehlungen zu fragen. Zögert nicht, Einheimische (den Vermieter) um Rat zu vertrauenswürdigen Bajaji-Fahrern zu bitten. Sie teilen in der Regel gerne ihre Erfahrungen und helfen euch, einen Fahrer zu finden, der die Gegend gut kennt.
  • Verhandelt den Fahrpreis vor Reiseantritt. Wir benutzen die Preise von Apps wie Bolt and Uber als Orientierung. Die Fahrer sind gewohnt den Preis zu verhandeln. Denke aber daran respektvoll zu verhandeln dann wirst du auch faire Preise bekommen.
  • Habt immer Kleingeld dabei. Oft haben die Fahrer kein Wechselgeld. Kannst du den genauen Betrag bezahlen, macht es die ganze Fahrt unkomplizierter. Den Fahrpreis bezahlt ihr erst bei Ankunft.

Fazit:

Die Nutzung eines Bajaji in Tansania ist weit mehr als nur ein Transportmittel. Es ist eine Gelegenheit, sich mit dem Herzen und der Seele des Landes zu verbinden. Die freundlichen Fahrer, die belebten Straßen und der einfallsreiche Einsatz dieser Fahrzeuge spiegeln die Widerstandsfähigkeit und Herzlichkeit des tansanischen Volkes wider.

Wenn Ihr in Tansania seid, steigt in ein Bajaji und lasst euch von ihm auf eine Reise mitnehmen, die ihr nicht vergessen werdet. Taucht ein in die Kultur, lernt die Einheimischen kennen und genießt die Fahrt.

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